Ausbruch und Verbreitung von COVID-19

Im Dezember 2019 wurden in der chinesischen Stadt Wuhan die ersten Fälle von Patienten mit Symptomen einer Lungenentzündung unbekannter Ursache gemeldet. Die Identifizierung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) erfolgte im Januar 2020. Seit dem hat sich das neuartige Coronavirus weltweit in zahlreichen Ländern ausgebreitet. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat das Infektionsgeschehen Anfang März zu einer Pandemie erklärt.

Laut WHO gehören die Coronaviren zu einer großen Familie von Viren, von denen bekannt ist, dass sie Krankheiten verursachen, die von der gewöhnlichen Erkältung bis hin zu schwereren Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) reichen.

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist über Tröpfchen. Die Übertragung kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen. Nach aktuellen Erkenntnissen beträgt die Inkubationszeit bis zu 14 Tage.

Im Moment gibt es keine Impfung gegen die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19).
 

Prävention

Mithilfe der folgenden Maßnahmen können Sie sich selbst schützen und die Verbreitung des Virus aufhalten:

  • waschen Sie sich regelmäßig für mindestens 20-30 Sekunden die Hände – mit Wasser und Seife oder Mitteln auf Alkoholbasis - siehe nachfolgende Informationen
  • wenn Sie husten oder niesen müssen, bedecken Sie Mund und Nase mit einem Taschentuch oder husten bzw. niesen Sie in die Armbeuge.
  • halten Sie Abstand (1,5 Meter) zu Menschen, die sich krank fühlen.
  • wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie zu Hause und isolieren Sie sich von Ihren Familienmitgliedern oder Mitbewohnern.
 
Fassen Sie sich nicht an Mund, Augen oder Nase, wenn Ihre Hände nicht sauber sind.

Handhygiene ist praxiserprobter Infektionsschutz

Deutschland und praktisch die gesamte Welt befinden sich momentan fest im Griff des Coronavirus. Und beim Thema "Covid-19" und "im Griff haben“ spielt Handhygiene eine zentrale Rolle.
Denn, und das bestätigt auch das Bundesgesundheitsministerium, eine gute Handhygiene ist ein wichtiger Teil der Prävention und essentiell für den Infektionsschutz. Letztlich nämlich kommen unsere Hände viel öfter in Kontakt mit Keimen,  als wir es uns bewusst machen – sei es über das Händeschütteln ebenso wie durch das Berühren von Gegenständen, die ständig von Hand zu Hand wandern, also beispielsweise Türklinken. Und von der Hand ist der Weg für Erreger über das Gesicht in die Nase oder den Mund fast schon vorgezeichnet. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen stoppt diesen typischen Übertragungsweg.  

Auch saubere Hände sind "schmutzig" 

Krankheitserreger sind für das menschliche Auge unsichtbar und finden sich auch auf augenscheinlich sauberen Händen. Umso wichtiger also, dass Sie Ihre Hände regelmäßig gründlich waschen, vor allem,  wenn Sie aus einem öffentlichen Waschraum kommen. Studien zeigen, dass regelmäßiges und gründliches Händewaschen die Quote von Atemwegsneuerkrankungen um bis zu 21 Prozent senken kann. 

Und so geht gute Handhygiene:  

  • Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen und Fingerzwischenräume gleichermaßen 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife abwaschen. 
  •  Beim Abtrocknen die Hände mit Papierhandtüchern aus Einzelentnahme - idealerweise aus einem Spendergehäuse mit berührungsloser-Technik - ordentlich abtrocknen, um mit dem Abreiben noch verbliebene Erreger zu entfernen. 
  • Warmluftföhns oder Jet-Airtrockner meiden, da durch die Luftverwirbelungen die Gefahr von "Kreuzkontamination“ besteht. 
  • Insgesamt darauf achten, dass die Seifen- und Papierhandtuch- Spendergehäuse gerade in hochfrequentierten  Waschräumen mit moderner berührungsloser-Technik ausgestattet sind. Denn nicht nur in Virus-Zeiten ist weniger direkter Kontakt oft mehr. 
  • Papierhandtücher können von mehreren Personen parallel genutzt werden, ganz ohne Wartezeiten wie bei Warmluftföhns oder Jet-Airtrocknern. Das wiederum reduziert die Zeit, die Sie sich den engen(Wasch)-Raum mit anderen teilen müssen. 

Vor Corona ist nach Influenza 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat COVID-19-bedingt zwar alle Hände voll zu tun, doch macht die Influenza-Welle auch dieses Jahr keine Pause. Alleine seit Oktober 2019 wurden in Deutschland sehr viele Influenzafälle bestätigt. Viele Menschen verstarben bis heute daran. Diese traurigen Zahlen zeigen: Auch wenn die Gesundheitsbehörden die Ausbreitung des Corona-Virus hoffentlich bald eindämmen und ihn mit einem Impfstoff bekämpfen können, sind andere Krankheitserreger noch lange nicht besiegt. Grund genug, der Handhygiene als eine der einfachsten und praktikabelsten Präventionsmaßnahmen gegen Viruserkrankungen in den Fokus der öffentlichen Diskussion zu rücken und unerlässlich auf ihre Wichtigkeit hinzuweisen.